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As Time goes by
Wie ein Fels ragt sie selbst an überfüllten Samstagen gut sichtbar aus der Flut der touristischen Menschenmassen hervor. Das macht sie auch für weniger routinierte Berlin-Besucher zu einem beliebten Sammelpunkt, um von hier ihre Expedition in den Hauptstadt-Dschungel zu starten.
Die Weltzeituhr am Alexanderplatz gehört neben dem Berliner Fernsehturm mittlerweile zu den beliebtesten Fotomotiven in Berlins Mitte.
Aber auch schon vor der Wende, als es am Alex noch etwas ruhiger zuging, war die Uhr bereits ein gerne gewählter Treffpunkt für viele Ost-Berliner Jugendliche.
Die 16 Tonnen schwere und gut 10 Meter hohe Uhr wurde von Erich John, damals Dozent an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee, entworfen und am 30. September 1969 offiziell eingeweiht. Den Boden unterhalb der Uhr schmückt eine Kompassrose, in der Mitte des schweren Uhrenzylinders befindet sich ein drehbarer Stundenring, der die wichtigsten Metropolen der 24 Zeitzonen durchläuft. Angetrieben wird der Ring auf seiner Weltreise mit Hilfe eines Trabbi-Getriebes, das zusammen mit der weiteren Technik in einem Raum unterhalb des Platzes verbaut wurde. Die Oberseite des Bauwerkes ziert ein sich drehendes Modell unseres Sonnensystems.
Es mutet schon ein wenig skurril, beinahe boshaft an, ausgerechnet in Ost-Berlin eine Weltzeituhr aufzustellen, die Metropolen zeigt, in die die Bürger zu DDR-Zeiten niemals reisen durften. Die Symbolwirkung der Uhr erscheint jedoch in einem etwas anderem Licht, wenn man bedenkt, dass sich hier am 07. November 1989 die Demonstranten versammelten und zu einem Protestzug auf den Palast der Republik formierten um für ihr Recht auf Freiheit einzustehen.