Es weihnachtet sehr
Der erste Frost überzieht die Hauptstadt, in den Regalen der Supermärkte türmen sich Lebkuchenherzen und Spekulatius, die Auslagen sind gepflastert mit Dominosteinen und der Wind treibt eine leichte Note aus Sternanis, Zimt und Glühweindämpfen herüber: die Zeit der Weihnachtsmärkte ist angebrochen.
Das Brauchtum der Weihnachtsmärkte ist in Deutschland bereits über ein halbes Jahrtausend alt. Auch unsere schöne Bundeshauptstadt kann auf eine lange Tradition weihnachtlicher Märkte zurückblicken. So ist ein solcher Markt in Alt-Berlin seit dem 16. Jahrhundert nachgewiesen.
Eine große Auswahl
Auch in der heutigen Zeit bietet die Hauptstadt ein großes Angebot an Weihnachtsmärkten. Egal, ob ruhig und besinnlich oder laut, bunt und schnell: in der Vorweihnachtszeit bekommt jeder etwas Passendes geboten. Direkt am Alexanderplatz finden sich, nur wenige Schritte vom Fernsehturm entfernt, bereits die ersten Stände und weihnachtlichen Attraktionen. Ein besonderes Highlight für die Berlin-Besucher, stellt die riesige Erzgebirgspyramide dar.
Wer es gerne etwas lauter hat, dem sei der Weihnachtsmarkt „Wintertraum am Alexa“ empfohlen. In bunter Jahrmarktmanier und auf 25.000 qm können die Besucher aus einer Vielzahl temporeicher Fahrgeschäfte wählen, um ihren Adrenalinspiegel in die Höhe zu treiben. Luftschaukel, Achterbahn oder Riesenrad – wer dem Adventtrott entfliehen möchte, der wird hier ganz sicher auf seine Kosten kommen.
Diejenigen, die es etwas entspannter mögen, müssen nicht gleich auf die Fahrt im Riesenrad verzichten. Ein solches findet sich auch, nur wenige Meter weiter, auf dem Platz vor dem Roten Rathaus. Bei etwas ruhigerer Atmosphäre können die Marktbesucher in überdachten Gondeln ein paar ruhige Runden entspannen oder aber mit Kufen unter den Füßen ihre Pirouetten auf der Eisbahn vor dem Neptunbrunnen drehen. Egal ob Alexa oder Rotes Rathaus, die klassischen Weihnachtsmarkt-Leckereien wie Glühwein, gebrannte Mandeln oder heiße Maronen gibt es auf allen Berliner Weihnachtsmärkten.
Klassisch besinnlich
Freunde der gediegeneren Momente könnten einen Besuch des Weihnachtsmarktes „WeihnachtsZauber“, vor der historischen Kulisse des Gendarmen Marktes in Erwägung ziehen. Die Veranstalter locken mit „gehobener Gastronomie“, „erlesenen Produkten“ von Kunsthandwerkern aus ganz Deutschland und einem Bühnenprogramm „namhafter Künstler und Musiker“. Um Letzteres zu finanzieren, wird ein Eintrittsgeld von einem Euro erhoben.
Wer beschauliche Stimmung ohne viel Pomp sucht, sollte am dritten Adventswochenende einen Ausflug nach Friedrichshain unternehmen. Unter dem Motto „KiezWeihnacht“ findet an der Samariterkirche zum sechsten Mal in Folge ein gemütlicher und überschaubarer Weihnachtsmarkt für Jung und Alt statt.
Selbstverständlich gibt es noch viele weitere Märkte in Berlin. Einen schwedischen-, dänischen-, finnischen-, mittelalterlichen- und sogar einen königlichen Weihnachtsmarkt kann man in der Hauptstadt besuchen. Eine Auflistung aller weiteren Märkte gibt es hier.


